Die Psyche wird von einem traumatischen Erlebnis überwältigt. Ein Ereignis, dass sehr bedrohlich ist. In diesem „Schockzustand“ ist unser Gehirn nicht in der Lage die belastenden Informationen zu verarbeiten. Das nehmen wir nicht bewusst war. Es kommt zu einer verzögerten Reaktion, die anhaltend ist. Ein Zustand der von Angst und Schrecken geprägt ist.

Obwohl die Betroffenen nicht mehr in Gefahr sind, durchleben sie die traumatische Situation immer und immer wieder. Das sind die sogenannten Flashbacks.

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Wie kann ich mir die sogenannten Flashbacks vorstellen?

Flashbacks sind Erinnerungen bzw. Nachhallerinnerung. Es ist ein Wiedererleben eines vergangen, belastenden Erlebnisses. Ein sehr intensives Erleben, dass in Form von Bildern und (oder) Gefühlszuständen erlebt wird. Was in der traumatisierenden Situation  gesehen, gehört, gerochen, gefühlt oder geschmeckt worden ist, kann auftreten. Meist sind sie von so kraftvollen Emotionen geprägt, die einen überwältigen.

Flash, das englische Wort von Blitz oder blitzartig und back, das englische Wort für Zurück umschreiben dieses Erleben vortrefflich. Sie treten abrupt auf und sind sehr stark.

Flashbackerinnerungen sind nicht bewusst hervorgerufen. Ohne an das Ereignis zu denken, werden sie von den Erinnerungen überrollt.

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Quelle: Pixabay (Grae Dickason)

PTSD – Wann tritt eine posttraumatische Belastungsstörung auf?

Ursache dafür kann zum Beispiel eine Naturkatastrophe oder körperliche Gewalt sein.

Posttraumatische Belastungsstörungen treten vor allem bei Opfern von Kriegsereignissen, Naturkatastrophen, physische und psychische Gewalt in der Kindheit oder im Erwachsenenalter auf.

Sexuelle Misshandlungen, Unfälle oder Trauerfälle können ebenfalls Ursachen von PTBS sein.

Es ist darauf hinzuweisen, dass die Angehörigen der Opfer indirekt auch betroffen sind. Die Auswirkungen des traumatischen Ereignisses, sind sehr belastend für die Familien oder Partner.


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Posttraumatische Belastungsstörung – Vom Überleben zu neuem Leben: Ein praktischer Ratgeber zur Überwindung von Kindheitstraumata (Deutsch) Gebundene Ausgabe – 7. Juni 2019


Auch schwierige Lebensereignisse können einen Ursprung der posttraumatischen Belastungsstörung bilden.

Es können Ereignisse sein, die damals nicht als traumatisch interpretiert wurden. Weil sie scheinbar nicht so schlimm waren oder man glaubt, sie verarbeitet zu haben. Auf Grund von Überforderung des damaligen Entwicklungsstadiums, war es nicht möglich die stattgefundenen emotionalen Verletzungen zu überwinden.

Das können familiäre Ereignisse sein (z.B. Schwierigkeiten in der Kindheit, Trennungen, Eheprobleme, berufliche Schwierigkeiten, Schwangerschaftsunterbrechungen, Krankheiten oder Operationen).

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Quelle:Pixabay (Khusen Rustamov)

Symptome der posttraumatischen Belastungsstörung

Durch das Wiedererleben und Wiederkäuen des traumatischen Erlebnisses kommt es immer wieder zu Retraumatisierung.

Die PTBS tritt meist innerhalb von sechs Monaten nach dem traumatischen Ereignis auf.

Die Menschen leiden häufig unter Albträumen.

Sie sind zu dem schreckhaft, gereizt und ausgesprochen ängstlich.

Sie neigen zur Isolation, Depression und zu emotional aufgewühlt sein.

Es kann zu aggressivem oder sogar gewalttätigem Verhalten kommen.

Es ist möglich, dass es von psychischen Beschwerden zu körperlichen Schmerzen führt. Eine Somatisierung ist ein Ausdruck psychischer Phänomene als körperliche Symptome.

Eine dauerhafte Erkrankung bzw. Chronifizierung kann zu Depressionen, Panikattacken, Essstörungen, Abhängigkeiten und Phobien führen.

Als eine von zwei wirksamen Therapiemethoden bei PTBS im Bereich Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen ist EMDR.

Die Weltgesundheitsorganisation hat EMDR (Eye Movement Desenensitization and Reprocessing) 2013 als Methode anerkannt.

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Quelle Beitragsbild: Pixabay (Med Ahabchane)