Beim Laufen entstehen Lusthormone die zu einem glücklichen Empfinden führen. Das ist das Prinzip der Endorphine.

Aber was genau sind Endorphine? Es sind körpereigene Substanzen (Opiodpeptide) die in Hypophyse und Hypothalamus von Wirbeltieren gebildet werden. Diese organische Verbindung zwischen Aminosäuren (kurzkettige Peptide) sind natürliche Bindungspartner der Opioidrezeptoren. Die beim andocken ihre Wirkung entfalten können.Dabei wirken sie insbesondere auf Bereiche, die mit der Wahrnehmung von Schmerz verbunden sind.

Die Wortkreuzung aus endogenes und Morphin spricht für sich. Es ist ein vom Körper selbst produziertes Opioid, ein lang anhaltendes natürliches Schmerzmittel, das vom Körper produziert wird, um Schmerzen entgegenzuwirken.

Endorphine werden unter verschiedenen Arten von Reizen wie intensivem Stress, aber auch und vor allem körperlicher Bewegung ausgeschieden. Der menschliche Körper produziert während eines intensiven Trainings mehr Endorphin. Was wir für Läufer unter dem Namen „Runner High“ beschreiben. Eine Sensation, die zwischen einfachem Vergnügen und Euphorie variiert und nach einer erheblichen körperlichen Anstrengung von mindestens einer halben Stunde ohne Unterbrechung auftritt.

Viele Sportler sind sich dieses Phänomens bewusst, das wie eine Massage zu Veränderungen der Neurotransmitter und ihrer Rezeptoren im Körper führen kann. Beachten Sie, dass der Körper beim Joggen nicht nur die Hormone des Glücks absondert, sondern auch Stresshormone wie Adrenalin eliminiert.

Wie wirken Endorphine?

Die Menge an Endorphinen steigt während des Trainings an und erreicht 30 bis 45 Minuten nach Trainingsende das Fünffache der Restwerte. Der Endorphinspiegel hängt direkt mit der Intensität, der Dauer der Übung, aber auch mit der körperlichen Aktivität zusammen. Ausdauersportarten (wie z.B. Laufen) sind am besten geeignet für diesen Effekt.

Dazu gehören u.a. auch Radfahren, Schwimmen, Schneeschuhwandern oder Langlaufen, Indoor-Sport, Cardio-Training (Ruderer, Laufband). Sportarten wie Aerobic, Intervalltraining, Leichtathletik oder Mannschaftssportarten verursachen ebenfalls eine Ausschüttung von Endorphinen. Es reicht nicht aus kurzzeitig schnell zu rennen. Dazu ist eher eine Bewegung mit Ausdauer von mindestens 30 Minuten bei 60% der maximalen Herzfrequenz notwendig.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Langstreckenläufer während ihrer Anstrengung Momente der Euphorie erleben. Es ist die Wirkung der Endorphine. Diese Substanz hat aber auch eine Wirkung wie Morphium. Aus diesem Grund ist Laufen eine Empfehlung für gestresste und / oder depressive Menschen. Um diesen Beschwerden deutlich entgegen zu wirken, ist eine Anstrengung mit einer höheren Intensität notwendig. Die Wissenschaftler sprechen von mindestens 20 Minuten Training mit 70% der maximalen Herzfrequenz.

Die Wirkung kann je nach Dauer und Intensität der Anstrengung zwischen 2 und 6 Stunden anhalten. Es sind nicht nur Endorphine an dieser Auswirkung beteiligt. Die Forscher nehmen an, dass Serotonin für eine antidepressive Wirkung verantwortlich ist.

Joggen, Mädchen im Park, Quelle: pexels (mentatdgt)

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Die schönen Empfindungen erinnern an die Wirkung von Drogen. Der „Konsum“ von Endorphinen ist zwar völlig legal, verbirgt jedoch auch negative Auswirkungen, die ebenfalls berücksichtigt werden müssen. Bedenken Sie zunächst, dass wir über den euphorischen Effekt hinaus die aufregende Phase erreichen. Wenn Sie zu spät solche Anstrengungen auf sich nehmen, haben Sie Schwierigkeiten beim Einschlafen.

Ein weiterer nachteiliger Effekt ist die Abhängigkeit. Manche Menschen können von ihrer körperlichen Verfassung, ihrem Gewicht oder ihrer Leistung besessen sein. Sie können praktisch nie aufhören zu trainieren, auch nicht für einen Tag!

Das Training wird dann zum Zwang. Menschen die süchtig nach Bewegung werden, fühlen sich zu tiefst unwohl (Schuldgefühle, Angstzustände, Schamgefühle), wenn sie eine Trainingseinheit verpassen. Sie haben das Gefühl, die Dosis immer erhöhen zu müssen, um die gleichen Ergebnisse zu erzielen. Dies führt zu einer immer größeren Zeit für den Sport, was zum Nachteil des familiären, beruflichen oder sozialen Lebens führen kann.

Folge dieses Verhaltens kann eine Zunahme von Verletzungen durch Übertraining (Sehnenentzündung, Schleimbeutelentzündung, chronische Schmerzen), das Auftreten allgemeiner Müdigkeit oder sogar eine Schwächung des Immunsystems.

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Sehr oft ändert sich sogar die Persönlichkeit des übungssüchtigen Individuums, insbesondere wenn er aufgrund einer Verletzung oder anderer unkontrollierbarer Ereignisse ein oder zwei Trainingseinheiten überspringen muss. Diese Frustration erzeugt dann soziale Verhaltensweisen wie Aggression oder Rückzug.

Wenn eine solche Sucht offen das Leben der Person schädigt, wird eine persönliche Betreuung empfohlen, insbesondere wenn die Störung mit anderen Problemen wie Magersucht einhergeht. Diese Sucht hat mindestens einen Vorteil gegenüber anderen Drogen, dass sie keinen vollständigen Entzug durchzuführen ist. Mit Hilfe eines persönlichen Trainers kann ein leichteres Programm entwickelt werden, um in angemessenen Grenzen Ihre Dosis Glück beim Laufen zu finden.


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Wenn Sie das Laufen in gesundem Maße betreiben ist es eine großartige Möglichkeit, Ihre Gefühle in Einklang zu bekommen. Laufen ist gut um den Kopf frei zu bekommen.

Auch wenn es manchmal schwierig ist, sich zum Joggen zu motivieren, kommen Sie meistens zwar erschöpft, aber erfreut aus der Anstrengung heraus. Wie kann man die Vorteile des Laufens auf unserer Psyche erklären?

Der schon mal gelaufen ist weiß was gemeint ist. Dieses Gefühl der Ruhe und Zufriedenheit, nachdem die Kilometer zurückgelegt sind. Wenn Sie mit dem Laufen beginnen kann es zäh sein. Muskelschmerzen, brennende Lungen, manchmal befinden Sie sich am Rande des Unbehagens. Teilweise wird das Joggen von Anfängern sogar mit „Folter“ beschrieben. Bleiben Sie dabei, es zahlt sich aus. Es wandelt sich zur großen Freude. Mit dem Laufen kommt die Motivation und das überwinden der Leiden.

Joggen, Frau, offizieller Lauf, Quelle: pexels (pixabay)

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Jeder Jogger entwickelt seine eigene Vorlieben. Der Eine kann mehr oder weniger schnell alleine oder mit anderen über lange oder kurze Strecken mit mehr oder weniger Hindernissen laufen als Andere.

Laufen, um den Kopf frei zu bekommen. Sie verarbeiten berufliche Themen, familiäre Sorgen oder persönliche Eindrücke während des Laufens. Es gibt den Läufertyp, der seine Gedanken schweifen lässt, für den das Laufen eine Art Meditation oder Trance ist. Er zieht Bilanz über sein Leben. Für Ihn ist das Laufen ein Spiel von Körper und Geist. Andere Jogger erfreuen sich an Ihrer Lieblingsmusik. Schließlich gibt es die geselligen Typen, die lieber in einer Gruppe laufen, um einen freundlichen oder sozialen Moment zu teilen.

Wenn Sie anfangen zu laufen, werden Sie versuchen Ihre Atmung und Bewegung zu koordinieren. Um sich davon lösen zu können, brauchen Sie Erfahrung. Die meisten Marathonläufer, die mehrere Stunden hintereinander laufen können, bezeugen, dass auch sie eine Weile darüber nachdenken. Dieser Zustand endet, wenn der Läufer in den sogenannten „Flow“ gelangt. Er läuft von alleine und benötigt keinen Fokus auf seine Atmung. Es stellt sich das Gefühl tiefer Erleichterung ein.

Laufen hilft dabei, Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl und ein Gefühl der Herausforderung aufzubauen. Meistens denken wir, dass die Bewegungsfähigkeit unseres Körpers extrem eingeschränkt ist. Beim Laufen können Sie neue Fähigkeiten entdecken, die Sie nie vermutet haben.

Vielleicht ist es am Anfang ein Kampf mit sich selbst, der am Ende eine große Befriedigung gibt. Beim Laufen kann es vorkommen, das man feststellt wie Lebensplanung, Wünsche, Motivation immer besser im Griff bekommen hat. Der Wunsch nach Leistungssteigerung treibt viele Sportler dazu einfach weiter zu machen, zu experimentieren, weiter zu gehen, erfüllt zu werden.

Unser tägliches Leben erzeugt Spannungen und Sport kann helfen, sie zu reduzieren. Beim Laufen kann man sich auf sich selbst konzentrieren und so Stress abbauen. Joggen wirkt sich auch direkt auf unseren Stoffwechsel aus. Diese Aktivität fördert den Abbau von Depressionen. Dank der Endorphine und des Wohlbefindens kann das Joggen Menschen, die an Muskelkontrakturen leiden oder zu Kopfschmerzen neigen, eine wertvolle Hilfe sein.

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Quelle Beitragsbild: Pexels (Juliano)