In diesem Artikel werden effektive Methoden zum Einschlafen mit Selbsthypnosetechniken vorgestellt.
Schlafen ist etwas Angenehmes und Natürliches, das man nicht erzwingen kann. Sie können nicht erwarten in der Lage zu sein, mit dem gleichen Willen und Anspannung einzuschlafen, mit der Sie am Tag Ihre Aufgaben erledigen.

Von dem Moment an dem Sie loslassen und sich gehen lassen, gleiten Sie in einen Bewusstseinszustand der zwischen Wachzustand und Schlaf sich befindet. In dieser Phase können wir Suggestionen leichter annehmen. Mancher mehr und manch anderer weniger. Jeder Gedanke kann wie eine Autosuggestion wirken. Zu viele aufregende Gedanken und ein intensiver innerer Dialog sind Hindernisse für das Einschlafen.

Wenn Sie zu viel nachdenken, arbeitet das Gehirn in einer aktiv gerichteten Aufmerksamkeit im Bereich von Beta-Gehirnwellen (15 – 18 Hz). Gehen wir in Ruhe und Entspannung kommen die Theta-Wellen ins Spiel und in den kreativen Zustand dazwischen befinden wir uns bei 5 bis 8 Hz.

Beim Einschlafen gleitet der Körper in die Ruhe. Unsere Extremitäten haben jetzt die Möglichkeit die Anspannung des Tages loszulassen. Die Skelettmuskulatur kann entspannen. Der Stoffwechsel fährt runter. Die Techniken zum Einschlafen mit Hypnose verwenden wir das natürliche Prinzip der kreativen Phase des „Einschlafens“.

Kreative Menschen haben oft Probleme beim Einschlafen weil Sie gelernt haben in dieser Phase, in einen inneren Dialog zu gehen um Lösungen anzustoßen. Aber es ist auch dieser Mechanismus, der Sie vom Einschlafen abhalten kann. Insbesondere, wenn Sie versuchen die Situationen des Tages rekonstruieren. Situationen, in denen Sie sich schlecht gefühlt haben. Oder Sie erstellen unangenehme Gedanken und Szenarien für die Zukunft.

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Einschlafen mit Hypnose: Vorbereitung in 3 Schritten.

Diese Technik zum Einschlafen mit Hypnose ermöglicht es Ihnen, sich auf den Schlaf vorzubereiten. Sie lösen sich von den Ereignissen des Tages. An einem normalen Tag erleben wir viele Emotionen, die sich ansammeln und Spannungen erzeugen können. Unser Gehirn nutzt Träume, um die Informationen des Tages zu verarbeiten.

Die nachfolgend beschriebene Übung hilft Ihrem Gehirn, diese Informationen zu integrieren.

Schritt 1

Machen Sie sich bequem. Konzentrieren Sie sich auf Ihren Körper und Körperwahrnehmung. Fokussieren Sie sich auf das Tagesprogram. Was ist heute alles passiert? Spulen Sie dann, den Film Ihres Tages von Beginn an bis zum Aufwachen mit einer beschleunigten Geschwindigkeit zurück. Sie müssen sich nicht an jedes Detail des Tages erinnern. Möglicherweise vergessen Sie Dinge oder die Reihenfolge der Ereignisse ist nicht vollständig. Das ist nicht wichtig.

Schritt 2

Wenn Sie fertig sind, betrachten Sie den Film Ihres Tages in Zeitraffer. Fallen Ihnen Dinge ein, die Sie vergessen haben? Sollte es so sein, scrollen Sie in diesem Fall im Zeitraffer weiter durch den Tag. So können Sie langsam auf Distanz gehen. Situationen die nicht so gut gelaufen sind können Sie optimieren. Sie dürfen sie so verändern, dass es gut für Sie ist. Suchen Sie sich die angenehmen Momente aus und verweilen Sie dort länger. So schaffen Sie eine positive Grundstimmung.

Schritt 3

Kehren Sie zu den angenehmsten Momenten Ihres Tages zurück. Erlauben Sie sich, diese Momente noch einmal zu erleben. Diesmal nehmen Sie sich Zeit. Indem Sie das tuen, sagen Sie Ihrem Gehirn, dass Sie diese Momente stärken möchten und die Sie mehr davon erleben möchten.

Einschlafen, Katze schlaeft, Quelle: pexels (Ihsan Aditya)

Quelle: pexels (Ihsan Aditya)

Einschlafen mit Selbsthypnose

Diese Technik zum Einschlafen mit Selbsthypnose nutzt den kreativen Mechanismus, um in einen angenehmen Schlaf zu gleiten. Es ist eine Technik, bei der die Fantasie anregt wird. Sie werden sanft zu einem angenehmen Schlaf geführt.  Im Allgemeinen ist die Technik effektiv, solange Sie sich darauf konzentrieren können. Mit etwas Übung kann es gut gelingen.

Schritt 1

Die Schlafblase: Nutzen Sie Ihre Phantasie!

Stellen Sie sich zunächst eine Schlafblase über Ihrem Kopf vor. Es könnte eine Lichtblase oder eine Energieblase sein. Diese enthält Ihren Schlaf.
Geben Sie dieser Schlafblase alle Eigenschaften, die Sie sich für Ihren Schlaf wünschen. Vielleicht möchten Sie es warm und kuschelig haben oder eine gewisse Ausgeglichenheit darf sich ausbreiten. Eventuell wünschen Sie mal lustige oder mal süße Träume.

Sie können dieser Blase eine Farbe hinzufügen oder ihr einen bestimmten inneren Aufbau geben. Sie können auch Geräusche oder ermutigende Sätze, Gerüche und Symbole hinzufügen. Alles was Sie für Ihren Schlaf brauchen.

Stellen Sie sich folgende Fragen:

Was brauche ich, um tief einzuschlafen? Welche Zutaten möchte ich in meinen Schlaf geben? Was symbolisiert diese Zutaten? Welche angenehmen Sätze könnten mich in diesen Schlaf hinführen? Welchen inneren oder äußeren Aufbau kann ich dieser Blase geben, um sie angenehmer zu machen? Was kann ich noch hinzufügen, um diesen Schlaf noch besser zu machen?
Je mehr Sie diese Schlafblase füllen, desto mehr können Sie diese spüren. Machen sie die Schlafblase für diesen Moment zu Ihrer Realität. Sie haben tatsächlich den Eindruck sie existiert über Ihrem Kopf. Das wird Ihre Motivation steigern diese Blase weiter zu füllen.

Schritt 2

Gestatten Sie der Energieblase sich zu nähern, Sie zu berühren und nehmen Sie sie in sich auf.

Lassen Sie diese Schlafblase durch am Scheitel Ihres Kopfes in Ihren Körper eindringen. Lassen Sie die Energie vom Kopf ins Gesicht ausbreiten. Fühlen Sie, wie es Ihnen gut tut. Anschließend lassen Sie diese Energie sich in Ihrem Körper ausbreiten und sanft zu den Füßen hinabsteigen. Spüren Sie, wie sich der Körper beruhigt, während der Schlaf den Körper übernimmt.

Die Energie über die Arme bis zu den Fingerspitzen fließen lassen. Sich über Brust, Bauch, Beine bis zu den Fußspitzen ausbreiten lassen.
Vielleicht können Sie sich erlauben in den Schlaf zu gleiten, bevor diese Blase Ihre Zehen erreicht.

Diese Selbsthypnosetechnik kann Ihnen helfen unbeschwert und angenehm einzuschlafen.

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Selbsthypnose für den Schlaf: Gedanken verlangsamen.

Ihr innerer Dialog ist das erste, was Sie davon abhält einzuschlafen. Hängen Ihre Gedanken an einer Diskussion von vergangenem Tag fest oder versuchen Sie die To-do-Liste für den nächsten Tag durchzugehen?

Vielleicht gelingt es Ihnen tatsächlich einen Schalter für die Gedanken im inneren Erleben finden. Meistens ist es nicht möglich. Eine gute Möglichkeit ist sich zu erlauben langsamer zu Denken. Indem Sie Ihre Gedanken verlangsamen, können Sie nach und nach mehr Raum für die Stille zulassen. Die Verlangsamung der Gedanken beruhigt den Körper und Geist, die Atmung wird ruhiger und die Herzfrequenz sinkt.

Einschlafen, Sonnenuntergang am Meer, Quelle: unsplash (Jocelyn_Ramirez)

Quelle: unsplash (Jocelyn Ramirez)

Einschlafen mit Hypnose: Erzählen Sie sich eine Geschichte.

Sie können Ihren kreativen Teil auch aktivieren, indem Sie sich eine Geschichte erzählen. Menschen tun das, die vor dem Schlafen gehen lesen.
Eine einfache und angenehme Geschichte ermöglicht es Ihnen, sich von Ihren täglichen Sorgen zu lösen und langsam einzuschlafen. Auf Ihrem inneren Monitor werden Bilder angezeigt. Empfindungen oder Geräusche werden Sie in den Traum begleiten. Nach und nach gleiten Sie in einen angenehmen Schlaf.
Ihre Geschichte muss nicht logisch sein. Je abstrakter die Geschichte ist, desto schneller verlieren sich die Gedanken und lösen sich im Übergang zum Einschlafen auf.

Der Traum arbeitet mit seiner eigenen Logik. Sie haben vielleicht schon davon geträumt, dass Sie an einem bestimmten Ort waren. Dann haben Sie sich umgedreht und waren ganz woanders.

Indem Sie Ihre Geschichte erzählen geben Sie der Realität des Traumes mehr Raum als der Logik.

Stellen Sie sich zum Beispiel vor, Sie gehen auf der gepflasterten Straße spazieren die zu einem Schotterweg wird um sich dann zu einem Sandstrand zu entwickeln. Sie befinden sich am Meer, der Sand ist warm unter Ihren Füßen und Sie gehen auf die Wellen zu. Wenn Sie Ihre Füße in Wasser tauchen, können Sie der kleinen Frische um Ihre Füße herum spüren. Sie bücken sich, um Wasser in die Hand zu nehmen und schauen nach oben. Sie sehen die Palmen auf der nahe liegenden Insel in der Ferne war.

Erzählen Sie sich eine Geschichte, Visualisieren und Imaginieren Sie sich in den Schlaf.

Fazit

Mit diesen Selbsthypnosetechniken zum Einschlafen können Sie Ihr gewohntes Denkmuster ändern.
Der Schlaf ist ein Gast, der nicht gehetzt werden möchte. So wie Sie nicht zu etwas gezwungen werden möchten. Das gilt auch für den Schlaf. Er wird bei Ihnen einkehren wenn Sie die Voraussetzungen für sein Erscheinen geschaffen haben.

Quelle Beitragsbild: Pexels (Andrea Piacquadio)

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